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Abonnementskonzert der Kunstfreunde


(Foto: Agentur)

(bro) (km) Am Freitag, 30. April, um 20 Uhr findet das vierte Abonnementskonzert der Eberbacher Kunstfreunde im evangelischen Gemeindehaus am Leopoldsplatz statt. Es gastiert das Violin-Klavier-Duo Alex und Andrej Jussow aus Stuttgart mit Werken von Claude Debussy, Maurice Ravel, Sergej Prokofjew und Pablo de Sarasate.

Die Sonate g-moll für Violine und Klavier (1916/17), das letzte größere Werk des damals schwer kranken Debussy (1862-1918), eröffnet. Debussy will die Sonate von der (spät)romantischen (deutschen) Musik seiner Zeit abheben und an der klassischen französischen Musik orientieren. In seiner bedrückenden Situation schreibt er zu dem geigentechnisch äußerst anspruchsvollen Werk, das sich mit klassische Leichtigkeit und improvisierender Art gibt: "Infolge einer sehr menschlichen Widersprüchlichkeit ist sie voll fröhlicher Aufwallung. Misstrauen Sie in Zukunft den Werken, die an heiterem Himmel zu schweben scheinen, oft sind sie in der Dunkelheit eines verdüsterten Gehirns ausgebrütet."

Ravel (1875 -1937) verbrachte sein Leben in Paris. Mit seiner Violin-Klavier-Sonate, die Ravel 1923-27 langwierig als seine letzte Kammermusik komponierte, wird eine Komposition vorgetragen, die das präzise, artifizielle und technisch Perfekte hochhält. Freunde nannten Ravel daher einen "Schweizer Uhrmacher - horloger suisse". Ravel ist überzeugt von der klanglichen Unvereinbarkeit von Tasten- und Streichinstrument und gibt hier seiner Abneigung gegen "musikalische Sauce" (J. Cocteau), das heißt gegen Klangmischung, freien Lauf und lässt die beiden Instrumente - ihres Eigenklangs wegen - oft auch mehr oder minder nebeneinander laufen. Der an allen musikalischen Strömungen interessierte Ravel gestaltet den Mittelsatz als "Blues", als melancholisches Charakterstück aus der Jazz-Musik in afro-amerikanischen Sound mit off-beat und gefühlvollem glisssando. Sein "Tzigane, morceau de virtuosité dans le goût d‘une rhapsodie hongroise - Zigeunervirtuosenstück im Geschmack einer ungarischen Rhapsodie" ist zwar ein Virtuosenstück, aber ein besonderes. Angeregt hatte das Stück die anglo-ungarische Geigerin Jelly d‘Arányi (1893-1966), die bei einem Hauskonzert nach Augenzeugen bis morgens 5 Uhr Zigeunerweisen spielte, bis alle, ausgenommen Geigerin und Ravel am Klavier, erschöpft gewesen seien.

Prokofjew (1891-1953) ist der am meisten bekannte moderne Komponist, was er u. a. seiner noch in zaristischer Zeit 1916/17 geschriebenen "Symphonie classique" und dem sinfonischen Märchen "Peter und der Wolf" (1935 geschrieben für das "Zentrale Kindertheater" der Sowjetunion in Moskau) verdankte. Der 1932 in die Sowjetunion zurückgekehrte Komponist, welcher sich der stalinistischen Kulturpolitik anpassen musste, starb am 4. März 1953 bei Moskau einen Tag vor Stalin. Prokofjews kammermusikalisches Œuvre ist klein. Zu ihm gehört die Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 Op. 94 in D-Dur von 1944 mit ihren zwei Fassungen: eine für Flöte (1943), die andere für Violine, an der der Geiger David Oistrach mitgearbeitet, und die dieser auch 1944 uraufführte. Die Sätze dieser neoklassizistischen Sonate sind mit der hohen technischen Virtuosität zu spielen gedacht. Sie nutzen die die Möglichkeiten beider Instrumente voll aus. Die Sonate ist eines der am häufigsten gespielten und beliebtesten Werke Prokofjews.

Pablo de Sarasate (1844-1908) aus Pamplona wurde zu einem Violinvirtuosen, der im 19. Jahrhundert in Amerika und Europa gleichermaßen gefeiert war Seine fehlerlos sichere Tongebung, sein auf perfekte und durchgehende Kantabilität ausgerichtetes Spiel wurden geradezu zum Ideal des Publikums und der nachfolgenden Geigergeneration und prägten auch den Stil seiner eigenen Kompositionen. Sein Spiel hat bedeutende Komponisten zu Widmungswerken veranlasst (Henri Wieniawski, Max Bruch, Camille Saint-Saëns). Von seine Werken sind die "Zigeunerweisen" op. 20 und die "Spanischen Tänze" unverwüstlich geblieben und, obwohl gelegentlich als "akustische Reizkost" denunziert, im Repertoire aller großen Virtuosen zu finden. Im Eberbacher Konzert erklingt die berühmte "Fantaisie de concert sur des motifs de l’0péra Carmen op. 25" (1883), kurz "Carmen Fantasie" genannt, die Sarasate in fünf Variationen aus bekannten Melodien der gleichnamiger Oper von George Bizet gestaltet hat.

Karten zu diesem Konzert gibt es für Nichtabonnenten an der Abendkasse.

24.04.10

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