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Hohe Ehren für Karneval-Urgesteine - Brandalarm beendet Feier abrupt


Beim Festakt Nordbaden gab es etliche Ehrungen für Aktive der KG Kuckuck. Unteres Bild: Höchste Auszeichnungen gingen an Dieter Müller (2.v.r.) und Otto Hildenbrand (3.v.l.). (Fotos: Büsra Isik)

(bi) Bereits zum dritten Mal wurde gestern die Ehrung der Mitglieder verschiedener Karnevalsvereine aus ganz Nordbaden durch die Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalvereine in der Eberbacher Stadthalle gefeiert. Ausrichter des Festakts war die Eberbacher Karnevalgesellschaft Kuckuck.

Der Bezirksvorsitzende der Vereinigung, Dietmar Beck, freute sich in seiner Begrüßung, wieder in Eberbach zu Gast sein zu dürfen. Er kenne und schätze die Eberbacher und ihre Karnevalisten sehr und finde die Idee der jährlich stattfindenden Tour de Bütt toll. Die KG Kuckuck leiste hervorragende Arbeit, die mittlerweile in der ganzen Region bekannt und nicht mehr wegzudenken sei. Dass Karnevalsarbeit sich durchaus lohne, so Beck weiter, dafür stehe dieser Festakt, an dem 106 Auszeichnungen, darunter sieben mit Brillanten, vergeben würden.
Mit dem Einmarsch der Eberbacher Herolde Helmut Deschner, Otto Hildenbrand und Dieter Müller zusammen mit den Gardemädchen sollte dann auch schon der erste Schwung Ehrungen beginnen.

Dieter Müller wurde mit der höchsten Auszeichnung geehrt, mit dem BDK- Verdienstorden in Gold mit Brillanten für über 50 Jahre aktive Mitgliedschaft in der KG Kuckuck. Wo er als Prinz Dieter I. in der Kampagne von 1968 aktiv begann, nahm Müller später seine Begeisterung für den Karneval als Anlass, mit jungen Mädchen die erste Prinzengarde zu gründen. Der Spaß und die Freude im und am Karneval hatte für ihn keine Grenzen und so kam er mit seinem Freund Otto Hildenbrand auf den Gedanken als Duo in der Kampagne 1969/1970 mit gekonntem Kokolores als „Knorrisch und Storrisch" in die Bütt zu steigen. 42 Jahre wartete eine begeisterte Fangemeinde jährlich als ein Höhepunkt der Prunksitzungen auf ihren Auftritt.
42 Jahre, davon 32 hauptverantwortlich, ist Müller im und für das Mostzelt auf dem Kuckucksmarkt bis heute aktiv. 1977 begeisterte er gestandene Männer für seine Idee, eine reine Männergruppe ins Sitzungsprogramm einzubauen. Und so wurden recht bald "Die Hallodries" gegründet, die bis heute ihren gekonnten Klamauk auf der Bühne treiben. Als am Neujahrstag 1977 das Festjahr der 750-Jahrfeier der Stadt Eberbach begann, schlüpfte Dieter Müller in die Rolle eines Herolds des Eberbacher Stadtgründers Heinrich VII. und verkündete, begleitet von zwei Knappen und einem Fanfarenbläser, in dessen Auftrag von einer Kutsche aus in der gesamten Stadt den Beginn des Festjahres. Den Herold mimt er noch heute bei besonderen Anlässen, etwa zur Begrüßung gern gesehener Gäste der Stadt. 1978 wurde Dieter Müller zum Präsidenten der KG Kuckuck gewählt. In die 30-jährige Amtszeit als Präsident fallen diverse Entwicklungen der KG Kuckuck, die bis heute prägend sind. 1984 begann vor allem mit eigenen Mitteln und dank zahlreicher Förderer der Bau des Kuckucksnestes für die Unterbringung der Wagen, Kostüme, Requisiten und eines Probenraums mit großer Spiegelwand für die Garden. 1996 wurde das Heim erweitert, also aufgestockt. Die Kinderfastnacht wurde eingeführt und die Kinder- und Jugendgarden aufgebaut. Nebenher war Dieter Müller auch Mitglied im Organisationsausschuss des Bezirks Nordbaden. Zählte die KG Kuckuck zu Beginn seiner Amtszeit als Präsident 165 Mitglieder, so wuchs die Mitgliederzahl bis zum Ende seiner Amtszeit auf 635 an.
Mit großer Dankbarkeit ernannte ihn die KG Kuckuck bei seinem Abschied als Präsident 2009 für all sein Wirken zu ihrem Ehren- und Senatspräsidenten.

Ebenfalls den Verdienstorden in Gold mit Brillanten bekam der Zweite aus dem Duo "Knorrisch und Storrisch" verliehen, Otto Hildenbrand. Auch er begeisterte jahrzehntelang das Publikum mit sauberem Kokolores während der Prunksitzungen. Hildenbrand besaß jedoch auch die Fähigkeit, alleine in die Bütt zu steigen. Seit 1975 stand er bei seinen Vorträgen auf der Bühne und trug diese 25 Jahre lang auswendig mit vollem Körper-und Stimmeinsatz dem begeisterten Publikum gekonnt vor. In der Kampagne 2006/2007 zogen Büttenredner der drei Eberbacher Gesellschaften erstmals unter dem Begriff "Tour de Bütt" durch Eberbacher Gaststätten und trugen Büttenreden vor. Einer der Vortragenden hieß drei Jahre lang Otto Hildenbrand.
Als Dank und zur Erinnerung an seine Beiträge auf der Bühne und seine
Mitarbeit bei allen Sondereinsätzen, also auch im Mostzelt des Kuckucksmarkts, zierte 1999 sein Portrait den Jahresorden der Gesellschaft. Auch Hildenbrand war einer der Ersten bei den “Hallodries”. Ab 1977 saß er für drei Jahre als Vertreter der Aktiven im erweiterten Vorstand. Dort wurde er in der Kampagne 1981/82 Beisitzer, 2003 für zwei Jahre Vizepräsident und ist bis heute Mitglied in der Ordenskommission.

Im Anschluss an diese beiden “Urgesteine” des Eberbacher Karnevals folgten Glückwünsche eines sichtlich stolzen Präsidenten der KG Kuckuck, Udo Geilsdörfer. Er betonte, dass, in dem auf mittlerweile 700 Mitglieder angestiegenen Verein, alles hausgemacht sei. Jeder Einzelne hätte seine Aufgabe und bewältige diese auch mit Einsatz und Herz. Die Zusammenarbeit mit der Stadt sei wichtig und funktioniere bestens. Dies bestätigte auch Bürgermeister Reichert in seiner Ansprache. Die KG Kuckuck belebe genauso wie die drei anderen Karnevalsgesellschaften die Stadt mit ihren aktuell 14.700 Einwohnern ungemein.
Weitere Auszeichnungen gingen an die KG-Kuckuck-Aktiven Lara Artesero, Katja Friehs, Marc-André Moll, Anna Riedl, Michelle Seipp, Lothar Münch (jeweils der Große Verdienstorden der Vereinigung). Ellen Klotz bekam den BDK Verdienstorden in Silber. Gisela Oriwal und Ernst Wagner erhielten den BDK Verdienstorden in Gold.

Es folgten weitere Ehrungen und Auszeichnungen, die jeweils unterbrochen wurden von Showeinlagen der Tanzmariechen Pia Röth und Anna-Lena Kappes, unter der Leitung ihrer Trainerinnen Julia Scheurich und Katja Friehs und zur Musik von Werner Schifferdecker, der ein buntes Programm zum Besten gab.

Leider wurde die Veranstaltung um 13.30 Uhr recht abrupt durch einen Brandalarm beendet. Nach Rauchentwicklung im Bereich der Bühne wurde die Stadthalle noch vor Eintreffen der Feuerwehr rasch und vollständig evakuiert. Wegen des Rauchs auf der Bühne wurde der Feuerschutzvorhang zwischen Bühne und Saal geschlossen. Die Freiwillige Feuerwehr Eberbach belüftete den Bereich und stellte schließlich einen Schmorbrand in einem Schaltschrank fest. Mitarbeiter der Stadtwerke trennten den Schaltschrank vom Strom, und kurz darauf konnte der Betrieb im Restaurant der Stadthalle weitergehen. Die Veranstaltung der Karnevalisten im Saal konnte aber nicht fortgesetzt werden. Die Feuerwehr war mit 24 Mann und fünf Fahrzeugen vor Ort, ebenfalls der Rettungsdienst und die Polizei. Verletzte gab es nicht. Es ist aber noch unklar wie hoch der entstandene Sachschaden ist und ob künftige Veranstaltungen in der Stadthalle planmäßig stattfinden können, da Teile der Bühnentechnik ohne Funktion sind.

30.10.17

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