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Zu den 13 ausgewählten Kommunen gehört auch Eberbach

(bro) (hk) Im Rahmen des NABU-Kooperationsprojekts „Natur nah dran“ legen Städte und Gemeinden auch 2018 wieder Blühflächen an, um die biologische Vielfalt zu fördern und das Insektensterben einzudämmen. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft fördert dieses Projekt mit Mitteln des Naturschutzes und der Nachhaltigkeitsstrategie. Die Kommunen, zu denen jetzt auch Eberbach gehört, erhalten 50 Prozent der förderfähigen Kosten - maximal 15 000 Euro.

"Es freut mich, dass das Interesse der Kommunen anhaltend groß ist und es auch in meinem Zuständigkeitsbereich zwei Kommunen gibt, die von der Landesförderung profitieren. Praktischer Naturschutz findet vor Ort in den Kommunen statt, hier kann der Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit seinem Sachverstand und Know-how wertvolle Anregungen geben“, so der Landtagsabgeordnete Hermino Katzenstein (Wahlkreis Sinsheim).

Die Förderung der Artenvielfalt durch „Natur nah dran“ hält Katzenstein für eine wichtige Initialzündung: Die Kommunen schlagen Flächen vor, die sie in der nächsten Zeit naturnah gestalten wollen und werden dabei von einer Fachkraft des NABU beraten.

Eberbach hat sich mit neun Flächen beworben, mit verschiedenen Rasenflächen an der L 2311 und mit einer Verkehrsinsel.

Der Naturschutzbund berät, welches Saatgut und welche Pflanzen sich für die ausgewählte Fläche eignen und ob es Flächen gibt, die eventuell besser geeignet wären. Als Futterpflanzen für die heimischen Wildbienen empfiehlt der NABU nicht exotische, sondern regional dem Standort angepasst Blumen. Auch ein möglichst ganzjähriges Blütenangebot ist wichtig. Das Ziel sind langfristige Flächen, die sich zu Biotopen entwickeln können.

Zunächst findet eine theoretische Schulung für kommunale Mitarbeiter, etwa vom Bauhof, statt. Bei einem Vor-Ort-Termin wird ein Pflanzplan erstellt und bestimmt, welche Samenmischung geeignet ist. Im Juli findet ein praktischer Workshop über den Umgang mit den Wildpflanzen statt. Zum Beispiel wird geklärt, ob und wann ein Schnitt nötig ist.
Kommunen lernen auf diese Weise, selbständig weitere kommunale Flächen umzugestalten.

Abschließend stellt Katzenstein fest: „Das häufig beklagte Artensterben findet auch vor unserer Haustür statt. Da ist es gut zu wissen, dass Kommunen sich bemühen, Lebensraum für Wildblumen und Insekten zu schaffen.“

19.02.18

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