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Mit großer Liebe zur Musik und zum Instrument - Nächster Ausklang am 11. Juli


(Foto: privat)

(bro) (usp) „Himmlische Sphären“ - diesen Titel hatte das erste „AusKlang“-Konzert in der Klosterkirche am Mittwoch, 27. Juni. Meditativ-entspannend (auch für manche an diesem Abend noch aufgewühlte Fußballseele), feingliedrig durchdrungen und mit großer Liebe zur Musik und zum Instrument bravourös interpretiert - so bot sich barocke Lautenmusik dar in Transkription für die Altzither vorgetragen von Rainer Schmidt/Heidelberg.

Rainer Schmidt, der zahlreiche Solokonzerte im In-und Ausland gibt, ist ein Meister auf diesem selten zu hörenden Instrument, das in seiner Ausdrucksart dem Original sehr nahekommt. Nicht nur in Spätmittelalter und Renaissance hatte die Laute ihre große Zeit, sie gehörte auch zu den barocken Höfen, bevor sie dann im 18. Jahrhundert von den Tasteninstrumenten verdrängt wurde. An den meisten Höfen nahmen die Kammerlautenisten sogar eine besondere Stellung ein. Während die meisten Musiker fast immer im Ensemble auftraten, war der Lautenist, der oft auch als Sänger wirkte, Alleinunterhalter. Die Beziehung zwischen Musiker und Publikum gestaltete sich hier in vielen Fällen besonders eng und intim, da das Publikum oft genug nur aus dem Dienstherrn allein bestand, so dass aus dem Musikerbediensteten gar nicht so selten ein Vertrauter wurde. Wenngleich die Laute/Altzither in der polyphonen Musik die Töne nicht ganz so gut in der Mehrstimmigkeit halten kann als ein Tasteninstrument, erklangen doch die ausgewogenen polyphonen Strukturen der Suiten in der fein abgestimmten Dynamik, die die Altzither ermöglicht.

Feierlich begann das Konzert mit einem Präludium in D-Dur des österreichischen Komponisten J.G. Weichenberger (1876-1740). Die Partita A-Dur von G. A. Brescianello ( 1690-1758), der am Stuttgarter Hof wirkte, gab unverkennbar italienische Flair und typische harmonische Wendungen. Zarte Polyphonie wechselte mit tänzerischen Akzenten, ein fragendes Adagio löste sich in ein spielerisches Allegro auf. Auch J. S. Bach beschäftigte sich mit der Laute, ihren Ausdrucksmöglichkeiten und erfand ein „Lautenclavier“, um sich diesem Instrument zu nähern. Die Bach’sche Partita d-moll BWV 997 für Laute zeigte, dass die kühne Bach’sche Harmonik und Modulation auch hier wiedergegeben werden kann, allerdings manchmal auf Kosten des spielerisch-tänzerischen Seite, was dieser Suite einen sehr ernsten Charakter verleiht. Die Übertragung einer Partita D-Dur für Cembalo von Telemann auf die Altzither schmälerte nicht die Spielfreude und den musikalischen Einfallsreichtum des Komponisten. Und wer hätte gedacht, dass im Rondeau die Melodie schon vorkommt, von Haydn 70 Jahre erneut aufgenommen und gestaltet, die dann zur Deutschen Natioanhymen wurde. Von einem der größten Komponisten der Lautenmusik, S.L. Weiss (1687-1750), der über 700 Lautenstücke hinterlassen hat, erklang zuletzt die Sonate d-moll, die nochmals die musikalische Bandbreite, Ausdrucksmöglichkeit und Schwingungen dieser barocken Kostbarkeiten aufzeigte.

Nach reichlichem Applaus gab es noch mit der „Nachtigall“, einer Eigenkomposition und Improvisation von Rainer Schmidt einen stimmigen Abschluss in den Abend mit mittlerweile aufgegangenem Vollmond, der die Besucher beim Verlassen der Klosterkirche begrüßte.

Vorschau:
Der Ausklang am Mittwoch, 11. Juli, um 20.44 Uhr in der Klosterkirche Hirschhorn ist der Musik von Georg Philipp Telemann gewidmet - interpretiert von Elke Kleinert-Endlich, Milena Ritter (Flöten ) und Marlis Ritter (Cembalo). G. P. Telemann galt bei seinen Zeitgenossen als einer der größten Komponisten. Einem gewaltigen Werk an Vokalmusik vom Lied bis zur Oper, über 1.600 Kirchenkantaten, von denen einige auch in der Bach’schen Notenbibliothek vorhanden waren und vom Thomaskantor geschätzt und aufgeführt wurden, dazu Oratorien steht auch ein großes Œuvre an Kammermusik für Soloinstrumente und unterschiedlichsten Besetzungen gegenüber. Telemann stellt sich in seinen Werken allem Neuen aufgeschlossen und experimentierfreudig dar. Stets bemüht, auch neue Wege kompositorisch zu suchen, gilt er als Vorbereiter der Klassik. Zahlreiche kammermusikalische Werke hat er auch der Flöte in unterschiedlichster Besetzung und Form gewidmet, so dass beim "AusKlang" manch musikalische Überraschung und Leckerbissen den Zuhörer erwartet.

02.07.18

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