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Neujahrskonzert der Volksbank Neckartal: Musikalische Reise von Wien nach Berlin


(Foto:Wörner)

(tw) (ra)Die Stadthalle war seit vier Wochen ausverkauft und das Johann-Strauß-Orchester Kurpfalz vermochte sein Publikum zu begeistern. Dabei war es gestern Abend bereits sein zweites Gastspiel in Eberbach und wie es aussieht, werden weitere folgen. "Das Schwere Leichte" zu pflegen und in Neujahrslaune zu präsentieren, hieß das Motto, was bei der musikalischen Reise von der Donau an die Spree dann auch bestens gelang.
Der Dirigent Wolfram Koloseus ist ein gebürtiger Wiener, der den berühmten Schmäh mit der Muttermilch eingesogen hat, während sich beim Ensemblegründer und Moderator des Abends, Frank Ringleb, die Berliner Schnauze mit Herz nicht verleugnen lässt. So klang es ein wenig angestrengt, wenn er auf wienerisch übergab: "Bitt’schön, Herr Kapellmeister!" - "Habe die Ähre", darauf das Original. Von "Wien bleibt Wien" über die "Chic-Polka" bis hin zum Radetzky-Marsch sorgte die Strauß-Dynastie für Unterhaltung vom Feinsten. Das Orchester mit Bläsern, Streichern und Schlagzeug in Kurkapellen-Besetzung wurde von Koloseus vom Piano aus dirigiert oder mit Harfenglissandi und neckischen Einlagen unterstützt. Als Hörer unserer Tage misst man Strauß-Walzer gerne am sinfonischen Klang großer Orchester und vergisst, dass das reisende Ensemble des Walzerkönigs damals ganze 13 Köpfe zählte. So kommen solche Auftritte, garniert mit amüsanten Moderationen und solistischen Einlagen, dem Geist der "schweren leichten" Muse vielleicht näher. Da die gestandenen Opern- und Konzertmusiker in dieser Besetzung nur fallweise zusammen musizieren, sieht man über kleinere Unebenheiten zugunsten von musikalischer Passion und Verve gerne hinweg.
Als Gesangssolisten konnten Christina Prieur (Sopran) und Bernhard Gärtner (Tenor) gewonnen werden. In einem schmissigen Medley mit den bekanntesten Marika-Rökk-Titeln hätte die Prieur mit Wuschelkopf und Federboa durchaus eine Enkelin der Diva sein können, die heuer ihren Neunzigsten feiert. "Für eine Nacht voller Seligkeit" oder "Ich brauche keine Millionen" animierten zum Mitsingen und waren für tosenden Applaus und Bravi gut. Gärtner gestaltete Kálmáns "Grüß mir mein Wien" mit tenoralem Schmelz. "Grüß mir die süßen, die reizenden Frau’n im schönen Wien. Grüß mir die Donau und grüß mir den Walzer..." Mit solchen Schlüsselsätzen ist der Inhalt einschlägiger Operettenschlager hinreichend beschrieben, doch die Musik klingt, hat Charakter und kommt bestens an. "Wunderbar" schluchzte dann das Gesangsduo, welches sich sogar einen musikalischen Ehestreit erlaubte: "Alles was du kannst, kann ich noch viel besser" heißt ein Kabinettstückchen von Irving Berlin, dessen "White Christmas" jeder kennt. Nach dem Komponisten Berlin war die Stadt Berlin an der Reihe. Das Publikum summte mit: "Es war in Schöneberg im Monat Mai." Nachdem Volksbank-Vorstand Herbert Hinterschitt dem Publikum das Versprechen abgenommen hatte, im nächsten Jahr vollzählig wiederzukommen, und das Ensemble auf offener Bühne zusagte, waren natürlich Zugaben fällig, allen voran Joseph Rixners Spanischer Marsch. Beim Radetzki-Marsch folgte das mitklatschende Publikum dann dem Dirigenten, wie man dies von den Wiener Neujahrskonzerten kennt.

18.01.04

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